
Philosophie & Inspiration
Während meiner freien Mitarbeit im Team mit einer Architektin, Designerin und Fotografin wurden hunderte von trendigen Produkten und Interiors ins rechte Licht gerückt, kombiniert zu einer schönen strahlenden verkaufsanregenden Story, verpackt in Imagefilme und Werbekampagnen.
Ist es eine Kunst, den Kunden teure Designerstücke zu empfehlen? Interior- & Set Design ist nicht nur die Auswahl chicer Objekte. Ordnung machen, Freiraum schaffen & Wohlfühlatmosphäre erzeugen, gehören für mich dazu.
Ich gestalte gerne Freiräume, damit das Wesentliche wieder zum Vorschein kommen kann und der Mensch Raum zum Entfalten bekommt. Wohlfühlorte, an denen man sich gern aufhält. Struktur schaffen, Ordnung herstellen, damit der Fokus auf die persönliche Entwicklung nicht verstellt ist. Zum WOHL-FÜHLEN – was für ein schönes Wort!
Gestalte das Leben so, dass das Schöne wieder Platz hat! Räume aus dem Weg, mache Platz, eliminiere das, was nicht mehr zu dir passt! Verschenke, verkaufe. Kaufe nur noch das, was du wirklich magst und bei dessen Anblick du Freude empfindest!
Vor 15 Jahren las ich Karen Kinston`s Buch "FengShui - Gegen das Gerümpel des Alltags" und ich kann es nur weiterempfehlen. Dann kam eins zum anderen, zuerst außen entrümpeln und dann innen. Und schon treten neue wundervolle Dinge ins Leben.
Thoreau hat einmal geschrieben:
Und das gefällt mir richtig gut.
Ich sehe mich als Gestalter für Freiräume. Beim Gestalten mache ich Raum-Ordnung, inspiriere beim Loslassen und Entfernen von Ballast aus dem Ganzen, damit das Richtige und das Nährende wieder zur Geltung kommen kann und seine Wirkung entfaltet.
Du brauchst nicht alles neu zu konsumieren. Entferne was nicht mehr zu dir passt, was deine Stimmung nicht hebt, wenn du es anschaust! Upcycle.
Nutze das was du hast und mach etwas Schönes daraus!
Während der Arbeit an einem Projekt für ein Magazin, zum Thema Glück habe ich außerdem viel über das Glücklichsein nachgedacht. Mit der intensiven Beschäftigung und dem Arbeitstitel "Geld & Glück - Wieviel Geld brauche ich zum Glücklichsein", habe ich mir immer wieder diese Frage gestellt und mich regelrecht daran "abgearbeitet". Da Geld ein Mittel ist, also eine Sache, stellte sich die Frage WAS an Materiellem alles gebraucht wird.
Die Antwort war auch eine Frage und die lautet - wie wenig brauche ich zum Glücklichsein? Was brauche ich nicht und was steht mir im Weg, um mein Potential zu entfalten? Ist es ein Bedarf oder ein Freiraum der gefüllt werden soll? Oder ist es die Zufriedenheit, dass alles da ist. Manchmal finden wir das Glück einfach so oder so, oder als ganz persönliches Gefühl..








Habt ihr schon mal mit ganzem Herzen voller Freude an einem Projekt gearbeitet, ohne an einen Verdienst zu denken? Die Zufriedenheit an und nach getaner Arbeit ist so groß. Und wenn diese dann noch sinnvoll ist und auch anderen eine Freude macht – wie schön ist das denn!
Während ich das schrieb erinnerte ich mich an einen Wortfetzen „wer dem nachjagt..“, den mir in meiner Kindheit mal jemand in ein Poesiealbum geschrieben hatte und fand daraufhin im Netz den vollständigen Aphorismus. „Nie glücklich ist, wer ewig dem nachjagt, was er nicht hat; und was er hat, vergisst.“ Trifft das also auf uns Menschen zu, wenn wir ewig dem Geldverdienen nachjagen?
Im Laufe der Jahre habe ich immer mehr Dinge weggegeben und verschenkt, die Wohnung wurde befreit von Sachen, die ich nie benutzt hatte. Ich kaufte nichts, wenn es nicht 100% meinen Vorstellungen entsprach und nur noch das, was ich wirklich brauchte. Als Angestellte war ich monatlich in den Shopping-Straßen von Barcelona bis Stockholm unterwegs. Die letzten drei Jahre dort, schaute ich immer mal wieder nach einer Jeans, vegan ohne Lederetikett, high waist, ohne Waschung und fair trade – gabs nicht.. Wahrscheinlich war ich die einzige Frau ohne Jeans im Kleiderschrank. ;-)
In Südamerika ist einmal mein Gepäck verloren gegangen. Es waren 40°C und ich trug ein weißes Langarm-Shirt mit langer Hose. Auf der Insel gab es keine Bekleidung, also habe ich täglich gewaschen. Es hat mir an nichts gefehlt. Seitdem reise ich generell nur noch mit Handgepäck und es ist eine Freiheit und Leichtigkeit, mich so von einem Ort zum anderen zu bewegen. Wer weiß wo es mich abends hinzieht, wenn ich mich morgens aufmache.
Durch die Arbeit im Set Design, mit Massen an Artikeln, wurde mir das Thema Entrümpeln symbolisch noch einmal vorgeführt. Der Mensch verkleinert quasi seinen Lebensraum, indem er sich immer wieder neue und noch mehr Produkte ins Haus holt. Wohnungen und Arbeitsorte quellen über vor Einrichtung.
Wenn ich mir die Wirkung der Räume, aus denen wir unser Leben erschaffen bewusst mache fällt auf, das da oft viel zu viel drin ist. Dazu gehört übrigens auch Information und Unter-haltung. Es ist an der Zeit, sich gegen Informationsbelästigung zu wehren und selektive Ignoranz zu kultivieren. Von außen und auch von innen.
Was gehört nicht zu uns, in uns?
Wovon wollen wir uns befreien?
Welche Nahrung tut uns nicht gut?


Einige Wohlfühl - Anregungen:
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Geist entrümpeln. Nutze Meditation und komme zur Ruhe. Lass dich nicht von deinem Weg ablenken!
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Körper entrümpeln. Detox. Ausleiten, Reinigen
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Kühlschrank und Küche sauber halten = Symbolischer Ort der Umwandlung
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Nahrung – Was nährt uns? Welche Lebensmittel geben mir die Energie, die ich brauche? Was macht mich vital?
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Haben wir davon ausreichend: Vitales Wasser – Sonne - Licht – Vitamin D3 – Sauerstoff – Elektrolyte – Bewegung?
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Gute Musik und Schwingung – Harmonie – Klang – Freude
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Eine förderliche Umgebung – natürlicher Lebensraum – Freiraum
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Eigener Raum, Atmosphäre, Licht, Architektur - Welche Stimmung erzeugt es in mir?
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Neue Anordnung der Materie und Natürliche Ordnung wiederherstellen

Stell dir vor, du hast nun ein weißes Blatt vor dir. Wie Neuschnee. Macht am Berg gute Laune und auch am Schreibtisch! Die innere Stimme wieder sprechen lassen. Die eigene Intuition wieder wahrnehmen.
Gib in jede Handlung etwas Liebe und deine Freude, auch wenn es in dem Moment eine Pflicht ist oder eine Aufgabe, die normalerweise nicht viel Spaß macht. Mach es auf deine Art! Du wirst sehen, was herauskommt!
Lasst uns Platz machen und Freiraum gestalten! Freuraum.





